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Diabetes mellitus: Diagnose

Charakteristische Anzeichen für einen Diabetes mellitus sind u. a. gesteigertes Durstgefühl und häufiges Wasserlassen. Diese Symptome zeigen sich jedoch v. a. beim Typ 1-Diabetes so ausgeprägt. Typ 2-Diabetes hingegen verläuft meist schleichend, sodass viele Menschen gar nicht wissen, dass sie zuckerkrank sind. Häufig wird daher die Diagnose eher zufällig gestellt. Manche Patienten leiden bereits unter Folgeerkrankungen, wenn sie erstmals einen Arzt konsultieren. Ab einem gewissen Alter und bei bekannter genetischer Veranlagung bzw. vorliegenden Risikofaktoren kann es daher sinnvoll sein, seinen Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrollieren zu lassen.


Die Diagnose Diabetes mellitus wird anhand einer Blutzuckerbestimmung gestellt. Der Glukosegehalt kann z. B. in einer Blutprobe bestimmt werden, die nach einer achtstündigen Fastenperiode entnommen wurde. Liegt der Wert für diese sog. Nüchternglukose bei 126 mg/dl (venöses Blutplasma) oder darüber, liegt eine Form der Zuckerkrankheit vor. Mitunter wird auch ein sog. oraler Glukosetoleranztest (OGTT) durchgeführt, bei dem der Patient 75 g Glukose zu sich nehmen muss. Anschließend wird der Glukosegehalt im Blut bestimmt. Nach zwei Stunden muss der Glukosegehalt des Blutes unter 200 mg/dl abgesunken sein. Ist dies nicht der Fall, gilt dies als Diagnosekriterium für Diabetes.

In den meisten Fällen liegen dem Diabetes Typ 1 autoimmunologische Prozesse zugrunde, d. h. die körpereigenen Abwehrmechanismen greifen gesundes Gewebe – in diesem Fall die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse – an und zerstören es. Zur Diagnose des Typ 1-Diabetes kann daher auch ein Antikörpertest beitragen. Gesucht wird dabei z. B. nach zytoplasmatischen Inselzell-Antikörpern (ICA), Antikörpern gegen das Enzym Glutamatdecarboxylase (GADA), Antikörpern gegen die Tyrosin-Phosphatase IA-2 (IA-2 AK) oder nach Insulin-Autoantikörpern (IAA) im Blut.

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