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Diabetes mellitus: Therapie

Ziel der Diabetestherapie ist es, den erhöhten Blutzuckerspiegel wieder auf ein Normalmaß abzusenken. Typ 1-Diabetiker, deren Bauchspeicheldrüse nicht mehr in der Lage ist, Insulin zu produzieren, müssen sich das Hormon mehrmals täglich verabreichen. Bei einem Typ 2-Diabetiker mit Insulinresistenz und/oder -sekretionsdefekt wird versucht, durch eine geeignete Behandlung die Empfindlichkeit der Körperzellen auf Insulin zu erhöhen.


Die Insulinsubstitution bei Typ 1-Diabetes kann mit einer konventionellen Insulintherapie (CT) oder einer intensivierten konventionellen Insulintherapie (ICT) erfolgen. Bei der CT wird eine Mischung aus kurz- und langfristig wirkenden Insulinen zu bestimmten Zeiten injiziert. Bei dieser Form der Behandlung ist eine Nahrungsaufnahme zu festgelegten Zeiten notwendig. Diese Therapieform wird heute nur noch selten angewandt. Die ICT orientiert sich an der natürlichen Insulinausschüttung. Ein langfristig wirksames Insulin wird zur Deckung des Grundbedarfs eingesetzt. Vor dem Essen wird ein rasch wirkendes Insulin gespritzt. Eine weitere Möglichkeit, dem Körper Insulin zuzuführen ist die Insulinpumpentherapie (CSII). Das kleine Gerät gibt automatisch zu vorgegebenen Zeiten über einen Katheter den Grundbedarf an Insulin ins Unterhautfettgewebe ab. Per Knopfdruck kann zusätzlich Insulin injiziert werden, z. B. vor dem Essen.

Die Basis einer erfolgreichen Therapie bei Typ 2-Diabetes ist eine Umstellung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. Häufig kann der zu hohe Glukosespiegel schon durch mehr Bewegung, Gewichtsreduktion, eine ausgewogene Ernährung und den Verzicht auf Alkohol und Nikotin normalisiert werden. Darüber hinaus können Medikamente eingesetzt werden, um das Therapieziel – einen HbA1c-Wert unter 6,5 % – zu erreichen. Zu den Wirkstoffen, die hierbei eingesetzt werden, zählen orale Antidiabetika, die die Glukoseneubildung in der Leber hemmen bzw. deren Aufnahme ins Gewebe steigern oder die die Insulinsekretion anregen. Bei Bedarf kann auch in der Behandlung von Typ 2-Diabetikern die direkte Zuführung von Insulin angezeigt sein.

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